Willkommen bei der Philharmonia Zürich

Konzertsaison 19/20 

Philharmonia Zürich, Orchestra La Scintilla, Ensemble Opera Nova

Das Chaos des Urbeginns, die Erschaffung der Erde, des Lichts, der Pflanzen, Tiere und schliesslich des ersten Menschenpaars, Adam und Eva – all diese Bilder werden in Joseph Haydns Oratorium Die Schöpfung vor dem inneren Auge des Zuhörers ausgebreitet. Erhaben ist die Wirkung der Musik und höchst effektvoll zugleich; an der Schwelle zum 19. Jahrhundert hat Haydn damit ein Meisterwerk seiner Gattung geschaffen. Im Opernhaus Zürich erklingt Haydns festliches Oratorium zum Abschluss der Adventszeit, Riccardo Minasi dirigiert das La Cetra Vokalensemble und das Orchestra La Scintilla. In der Konzertreihe unseres Originalklang-Ensembles gilt es ausserdem, die höchst originellen und unkonventionellen Kompositionen des böhmischen Komponisten Jan Dismas Zelenka, Händels Wassermusik und ein Programm zum Thema «Echo» aus dem 17. Jahrhundert zu entdecken.
Die Philharmonia Zürich startet mit dem Ausnahmegeiger Leonidas Kavakos und Beethovens Violinkonzert sowie einem orchestralen Querschnitt durch Richard Wagners Ring des Nibelungen unter der Leitung des Generalmusikdirektors Fabio Luisi in die neue Saison. Die junge italienische Pianistin Beatrice Rana setzt ihren Beethoven-Zyklus mit dem 2. und 4. Klavierkonzert fort, und der designierte Generalmusikdirektor des Orchesters ab 2021, Gianandrea Noseda, dirigiert ein Programm mit Werken aus der Romantik.
Musik von Anton Webern, Luigi Nono und Helmut Lachenmann erklingt in einem Konzert des Ensembles Opera Nova; der Komponist Helmut Lachenmann ist anwesend und kommentiert die Werke, die ihm persönlich viel bedeuten.


Fabio Luisi


Fabio Luisi, Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich

Fabio Luisi stammt aus Genua. Er ist Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich, Chefdirigent des Danish National Symphony Orchestra, Musikdirektor des Maggio Musicale Fiorentino und designierter Music Director des Dallas Symphony Orchestra ab 2020.

Von 2011 bis 2017 war Fabio Luisi Principal Conductor der Metropolitan Opera in New York, zuvor Chefdirigent der Wiener Symphoniker (2005-2013), Generalmusikdirektor der Staatskapelle Dresden und der Sächsischen Staatsoper (2007-2010), Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters Leipzig (1999-2007) und Musikdirektor des Orchestre de la Suisse Romande (1997-2002), mit dem er zahlreiche CDs aufnahm (Poulenc, Respighi, Mahler, Liszt, eine Gesamtaufnahme der sinfonischen Werke von Arthur Honegger und Verdis Jérusalem und Alzira). Er ist Musikdirektor des «Festival della Valle d’Itria» in Martina Franca (Apulien) und Gastdirigent renommierter Klangkörper, darunter das Philadelphia Orchestra, das Cleveland Orchestra, das NHK Tokio, die Münchener Philharmoniker, die Filarmonica della Scala, das London Symphony Orchestra, das Concertgebouw Orkest Amsterdam, das Saito Kinen Orchester sowie zahlreiche namhafte Opernorchester. Bei den Salzburger Festspielen trat er mit Richard Strauss’ Die Liebe der Danae und Die Ägyptische Helena hervor. Zu seinen bedeutendsten Dirigaten am Opernhaus Zürich zählen bisher u.a. die Neuproduktionen von drei Bellini-Opern sowie Rigoletto, Fidelio, Wozzeck und Verdis Messa da Requiem. Wichtige CD-Aufnahmen sind Verdis Aroldo, Bellinis I puritani und I Capuleti e i Montecchi, sämtliche Sinfonien von Robert Schumann sowie Sinfonien und das Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln des vergessenen österreichischen Komponisten Franz Schmidt. Ausserdem liegen verschiedene sinfonische Dichtungen von Richard Strauss und eine hochgelobte Aufnahme von Bruckners 9. Sinfonie mit der Staatskapelle Dresden vor. Für die Einspielungen von Siegfried und Götterdämmerung mit dem Orchester der Met erhielt er einen Grammy, 2013 wurde ihm der begehrte italienische Kritikerpreis Premio Franco Abbiati und 2014 der Grifo d’Oro der Stadt Genua verliehen. Er ist Träger des Bruckner-Ringes der Wiener Symphoniker sowie Kavalier der italienischen Republik. Im 2015 neu gegründeten Label «Philharmonia Records» der Philharmonia Zürich erschienen unter seiner Leitung bisher Werke von Berlioz, Wagner, Verdi, Rachmaninow, Bruckner, Rimski-Korsakow und Frank Martin sowie die DVDs zu Rigoletto (Regie: Tatjana Gürbaca), Wozzeck (Regie: Andreas Homoki), I Capuleti e i Montecchi (Regie: Christof Loy), die Messa da Requiem (Regie/Choreografie: Christian Spuck) und Das Land des Lächelns (Regie: Andreas Homoki).